Die Planwirtschaft der DDR hinterließ folgende gravierende Probleme:
  1. Der fehlende Wettbewerb, die Abkopplung vom Weltmarkt und die staatlich-zentrale Lenkung schufen eine Produktions-Struktur, die
    • einen sehr hohen Anteil des Industriesektors mit einem geringen Spezialisierungsgrad und eine hohe regionale Konzentration der Industrieansiedlung aufwieß,
    • durch ein Produkt- und Dienstleistungsangebot gekennzeichnet war, das den Konsumentenwünschen nicht entsprach,
    • die knappen Ressourcen vergeudete.

  2. Lieferengpässe, Fehlzeiten sowie die beschäftigungspolitisch begründete Oberbesetzung von Arbeitsplätzen und das faktische Verbot von Entlassungen führten In Verbindung mit einem relativ niedrigen technologischen Niveau zu einer geringen Arbeitsproduktivität.

  3. Die veralteten Produktionsanlagen (s. Tabelle S.29)konnten/können mit den westlichen Technologien nicht konkurrieren. Die Produkte der Wirtschaftszweige mit der standardisierten Massenproduktion waren/ sind auf den Internationalen Märkten weder preislich noch qualitativ wettbewerbsfähig.

  4. Die sehr hohe Verschuldung der Unternehmen erschwert ihre Sanierung.

  5. Die Infrastrukturausstattung Ist auf einem niedrigen Niveau und In miserablem Zustand. In allen Infrastrukturbereichen (Verkehr und Telekommunikation, Städte- und Wohnungsbau, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen u.a.) ist der Modernisierungs- und Nachholbedarf außerordentlich groß.

  6. Nicht zuletzt sind die Umweltschäden immens, da sie nicht einmal ansatzweise bekämpft oder aufgefangen wurden. Die schonungslose Ausbeutung der Umwelt hat enorme Altlasten verursacht (s. Beitrag 1.7,).

Diese Probleme und deren Folgen müssen nun auf dem Wege zur Sozialen Marktwirtschaft unter einem starken Zeit- und Anpassungsdruck gelöst werden.



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