Betreff des Beitrags: Frontal21 wirft Waldorfschulen Rassismus vor
Verfasst: Di Mai 02, 2006 19:52
Administrator
► Frontal21 wärmt Rassismusvorwurf gegen Waldorfschulen auf
Ein Beitrag in der Sendung Frontal21 des ZDF, wärmte am Dienstag, 18.4.2006, längst widerlegte Unterstellungen auf und versuchte Waldorfschulen und Rudolf Steiner als rassistisch zu brandmarken. Der Journalist, der den Beitrag produziert hat, ist vor einigen Wochen mit diesem Anliegen an die Geschäftsstelle des Bundes herangetreten. Nach gründlichen Recherchen wurde schnell klar, dass es in dem Bericht nicht um eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Waldorfpädagogik gehen sollte. Der Autor legte schließlich einen Fragenkatalog vor, der nur zum Ziel hatte, den vermeintlichen Rassismusvorwurf gegen die Waldorfpädagogik und Rudolf Steiner zu untermauern. Nach eingehender Beratung durch verschiedene Medienexperten kam es in der Folge zu der Entscheidung, nicht mit dem Journalisten zu kooperieren und seine Fragen lediglich schriftlich zu beantworten. Leider ist der Beitrag am 19. April 2006 auch in dem Magazin Kulturzeit von 3SAT wiederholt worden.
Eine erste Stellungnahme zu dem Beitrag finden Sie auf der Homepage des Bundes unter Aktuelles: http://www.waldorfschule.de. Es schadet sicher nicht, wenn Kritik direkt an die Redaktion von Frontal21 oder Kulturzeit gerichtet wird: Dr. Klaus Richter, Redaktionsleiter, frontal21@zdf.de; kulturzeit@3sat.de
Bei uns ist jemand in der Klasse , der das "Opfer" anscheinend kennt- allerdings über einige Umwege(Freunde usw.)....um Gerüchte zu vermeiden will und kann ich hier leider nichts genaueres dazu sagen,......doch wie ist es denn so oft in der BILD? ............. wird da nicht brutal gefälscht?
_________________ Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!
Vor sechs Jahren gab es einen ähnlichen Beitrag bei Report Mainz. In der Folge wurde die Bibliothek in meiner alten Schule ausgemistet. Grundsätzlich wurden die WaldorflehrerInnen sensibilisiert.
Ich habe von vielen weltoffenen und toleranten Waldorfschulen gehört. Aus Berichten weiß ich aber, dass es nach wie vor Schulen gibt, an denen noch alte Antroposophen herrschen. Der ZDF-Bericht scheint dies zu untermauern. Deshalb sollte langsam an einigen Schulen etwas frischerer Wind wehen. WaldorflehrerInnen sollten sich wissenschaftlich fortbilden.
Kritik an dem Bericht ist zu äußern, da ein Fall von offensichtlicher Fremdenfeindlichkeit, wie es leider immer noch in ganz Deutschland an Schulen verschiedener Art vorkommt, exemplarisch dargestellt wird, so dass der Eindruck entshteht, dies sei der Normalfall an Waldorfschulen. Sinnvoller wäre es gewesen die diesen Fall betreffende Schule zu nennen.
Fair ist, dass in der umgebenden Moderation auf die Vorzüge der Waldorfschulen klar hingewiesen wird.
Ich glaube nicht, dass dieser Bericht Grund oder Ausdruck für einen neuen Waldorf-Skandal ist. Er ist in seiner Kritik deutlich schwächer als vor sechs Jahren, auch wenn die Verallgemeinerung geblieben ist. An den Waldorfschulen sind die meisten LehrerInnen nun hoffentlich endgültig aufgewacht, was kritsch zu sehendes Gedankengut Rudolf Steiners betrifft.
Habe die sendung garnicht mitbekommen. Sowas ähnliches gab es doch schon mal oder irre ich mich?
Hier nochmal der Beitrag bei Frontal21. Steiners Lehren und die Waldorfschulen "Esthelle wollte gerne an einer Waldorfschule Abitur machen. Lernen mit der Natur und künstlerische Ausbildung hatten es ihr angetan. Doch die Begeisterung hielt nicht lange."
Gruß Bonni
Zuletzt geändert von bonni am Di Mai 09, 2006 23:15, insgesamt 1-mal geändert.
hab den bericht auch ion den letzten tage mal gesehen. also auf meiner waldorfschule ist keine ausländerfeindliche strömung zu bemerken und ich glaube auch auf den meisten anderen nicht. sicher gibt es mal irgendwo ein paar prsonen die noch nicht versatdne haben was es mit rassismus auf sich hat oder die einfach ein bsichen abgedreht sind aber die gibt es leider überall immer mal wieder und man sollte das bild nicht verallgemeinern. den bericht finde ich auch ein wenig schwach, oder sehr schwach. da sind irgendwelche textstellen aus dem kontext gerissen und verdreht.
Naja, also bei mir im Waldorfkindergarten waren das alles deutsche Kinder ohne Ausnahmen (also bei mir in der Gruppe). Gut, außer die Zwillinge aus Finnland, aber ich meine jetzt Türken oder Italiener, solche hab ich wirklich im kompletten Kindergarten nicht einen gesehn... wieso ist das so...?
_________________ Pain is temporary, pride is forever
mh...wer weiß. meine cousinen besuchen bei lüneburg eine waldorfschule und da gibt es auch nur sehr wenige ausländer, einfach weil die bevölkerung da größtenteils aus deutschen besteht. das heißt aber nicht das die da irgendwie intollerant wären oder so.
ich weiß nicht warum das bei dir so war. bei mir in der klasse gibt es auch ausländer. weniger als auf den meisten anderen schulen aber das könnte daran liegen das man schulgeld bezahlen muss und das einige leute nicht wollen.
es kann ja sein das die estell von mitschülern gemobbt wurde aber das war ein einzelfall wie es ihn sicher auch in anderen schulen gibt.
der beitrag von frontal ist aer eine frechheit denn viele sachen die gesagt werden stimmen nicht. Das eine buch was als lerbuch an der waldorfschule vorgestellt wird wird seid über 29 jahren nichtehr gedruckt. und das interview wurde von dem reporter und nicht vom Waldorftypen abgesagt.
Gegen den bericht wird von der waldorfschule vor gericht geklagt
wollte mich auch mal kurz eusern. Auf meiner Schule (Waldorfschule) gibt auch ein oder zwei scheiß Sprösslinge die sich noch nie mit der Deutsch Geschichte auseinandergesetzt haben. Sowas sollte man gerade an Waldorfschule vom ersten tag komplet unterbinden und gleich den Han abdrehn. In meinem falle den Spröslingen klar machen das deren (Politische) Meinung an unser Schule nix zusuchen hat. Und wenn die das weiterhin nicht verstehn muss man halt nachhelfen. Näher muss ich nicht eingehn.
Betreff des Beitrags: Frontal 21 - ich bestätige den "Indianer-Vorfall"
Verfasst: Di Mai 16, 2006 15:38
Grundschüler
Ich habe eine Ausbildung zum Waldorflehrer am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin” gemacht, habe meine Erfahrungen in einem Erlebnisbericht festgehalten: “Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand” im internet unter: http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm
Dort taucht auch der “Indianer sind eine absterbende Rasse”-Vorfall auf, den Markus Beauchamp in Frontal 21 beschreibt.
Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der freien Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, bestätigte am 27.4. im Deutschlandfunk (DLF-Magazin) die Richtigkeit meines Berichtes, der Aussage Markus Beauchamps …
Wofür in Frontal 21 kein Raum war, was aber meine eigentliche Kritik an der Ausbildung zum Waldorflehrer ist: Wir erhielten ein Jahr lang eine Schulung in Anthroposophie, eine pädagogische Ausbildung im eigentlichen Sinne bekamen wir nicht. Leider wurden die zukünftigen Waldorflehrer davon vor Beginn des Kurses nicht unterrichtet. Ich wollte Lehrer werden, kein Missionar in Sachen Steiner (am Waldorfseminar lasen wir Steiner - wie die Bibel - aber fundamentalistischer als jede Ordensschule)
Vielen Dank für den Artikel, der wirklich sehr lesenswert ist.
Ich kann bestätigen, dass manche Waldorflehrer fachlich nicht besonders qualifiziert sind und sich teilweise recht unvernünftig verhalten, was dann meistens auf zuviel Anthroposophie zurückzuführen ist.
Ich nehme aber an, dass sich das Waldorf-Seminar, wo neue Waldorflehrer ausgebildet werden, in den nächsten Jahren verändern und verbessern wird, wenn zeitgemäße und mit dem gesunden Menschenverstand denkende Dozenten ausbilden, die Rudolf Steiner nicht sinngemäß zitieren, sondern sich vielmehr auf seine wesentlichen Grundgedanken beziehen.
Natürlich gibt es diese Art von Lehrern- vor allem Eurythmisten neigen öfters zu Übertreibungen. Ich habe jedoch noch keine schlechten Erfahrungen mit Lehrern gemacht. Im Gegenteil- ich bin voll und ganz zufrieden, denn wir hatten eine wirklich gute Klassenlehrerin. Sie ist mit uns sozusagen "durch dick und dünn"gegangen, hat in den 8 Jahren so viel Kraft und Zeit investiert, sodass wir ihr heute(miteiner guten Klassengemeinschaft) unheimlich dankbar sind. Da merkt man, dass es auf den Lehrer ankommt, denn er hat im Thema"Unterrichtsgestaltung" echt viel Freiheit..... ... Klar dient das, was auf dem Waldorf-Seminar gelehrt wird als Grundlage, aber es ist doch allein seine Entscheidung ob er in der 7. Klasse diese anscheinend rassistische Lektüre durchnimmt, oder? (Also wir haben jedenfalls nichts dergleichen gemacht! ) Und nochmal zu Rudis Sätzen: Wenn er in der heutigen Zeit leben würde, hätte er sich bestimmt nicht so ausgedrückt! Klar ist es nicht in Ordnung und dass wir bei diesem Thema so empfindlich sind, ist auch verständlich- aber vielleicht meint er das garnicht so, denn manches kann man nicht wörtlich ausdrücken....... naja, wolln ma mal lieber nicht rumrätseln. Also nach meinen Erfahrungen sind Waldorflehrer "zeitgemäße und mit gesundem Menschenverstand denkende Menschen, die Rudolf Steiner nicht sinngemäß zitieren, sondern sich vielmehr auf seine wesentlichen Grundgedanken beziehen!" Und sob etwas wie Rassismus habe ich noch nie an unserer Schule erlebt !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Also mal wieder..Alle paar Jahre holen die "Sensations-Journalisten" des ZDF dieses Thema raus und berichten in gewohnter Hetzmanier über angebliche Rassismusvorwürfe. Hier werden "Fakten" gnadenlos gefälscht und Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen,um einer entsprechenden "Headline" gerecht zu werden. Jede Waldorfschule vermittelt ein staatlich anerkanntes Abitur. An meiner ehem. Waldorfschule hat es nicht einen einigen Fall von Rassismus gegeben. Angebliche Lehrinhalte wie sie vom ZDF recherchiert wurden, sind überhaupt kein Bestandteil der Lehre. Das lässt sich leicht belegen und zwar über das gesamte Bundesgebiet hinaus. Wenn an diesen Vorwürfen tatsächlich etwas drann wäre, so gäbe es längst entsprechende Anordnungen seitens der Kultusministerien. Lächerliche, diskrimierende Vorwürfe des ZDF...alle Jahre wieder. Warum nicht mal einen kritischen Beitrag über die Geldschöpfung der Zentralbanken und ihren Effekt auf die Realwirtschaft?Gelderschaffung aus dem Nichts!!Warum entstehen denn immer wieder solchge Blasen? Das wäre echter Sprengstoff. Aber da das ZDF nie etwas anderes war als die Bildzeitung" für "Intellektuelle" wundert es mich nicht. Leider werden solche Beiträge über Gebühren finanziert. Eine echte Frechheit !!
Natürlich gibt es diese Art von Lehrern- vor allem Eurythmisten neigen öfters zu Übertreibungen. Ich habe jedoch noch keine schlechten Erfahrungen mit Lehrern gemacht. Im Gegenteil- ich bin voll und ganz zufrieden, denn wir hatten eine wirklich gute Klassenlehrerin. Sie ist mit uns sozusagen "durch dick und dünn"gegangen, hat in den 8 Jahren so viel Kraft und Zeit investiert, sodass wir ihr heute(miteiner guten Klassengemeinschaft) unheimlich dankbar sind. Da merkt man, dass es auf den Lehrer ankommt, denn er hat im Thema"Unterrichtsgestaltung" echt viel Freiheit..... ... Klar dient das, was auf dem Waldorf-Seminar gelehrt wird als Grundlage, aber es ist doch allein seine Entscheidung ob er in der 7. Klasse diese anscheinend rassistische Lektüre durchnimmt, oder? (Also wir haben jedenfalls nichts dergleichen gemacht! ) Und nochmal zu Rudis Sätzen: Wenn er in der heutigen Zeit leben würde, hätte er sich bestimmt nicht so ausgedrückt! Klar ist es nicht in Ordnung und dass wir bei diesem Thema so empfindlich sind, ist auch verständlich- aber vielleicht meint er das garnicht so, denn manches kann man nicht wörtlich ausdrücken....... naja, wolln ma mal lieber nicht rumrätseln. Also nach meinen Erfahrungen sind Waldorflehrer "zeitgemäße und mit gesundem Menschenverstand denkende Menschen, die Rudolf Steiner nicht sinngemäß zitieren, sondern sich vielmehr auf seine wesentlichen Grundgedanken beziehen!" Und sob etwas wie Rassismus habe ich noch nie an unserer Schule erlebt !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Also... diesen Beitrag kann ich fast vorbehaltslos unterschreiben Ich gehe auf eine Waldorfschule und der Vorwurf von Rassismus ist macht weniger Sinn, als der des Kommunismus Mal davon abgesehen, dass man einem Menschen das Vokabular seiner Zeit nicht vorwerfen darf, haben diejenigen, die Steiner zitierten, Sätze aus ihrem Zusammenhang gerissen, anstatt sie im richtigen Kontext sinngemäß zu sehen und zu verstehen.
Nur dem "vor allem Eurythmisten" kann ich nicht zustimmen, das ist ein Pauschalisierung, die allen meinen Erfahrungen widerspricht! Nicht, dass mir Eurythmie besonders viel Spaß macht... Aber die Eurythmisten, die ich kenne, sind weltoffen und engagiert.
@lichte: Was jetzt die Kritik an der Ausbildung von Waldorflehrern mit dem Rassismusvorwurf zu tun haben soll, verstehe ich nicht ganz, aber dazu kann man nur sagen, dass in meiner Klasse(um nur von Dingen zu reden, die ich sicher weiss) über die Hälfte das Abitur anstreben, was - wenn man bedenkt, dass Waldorfschulen Gesamtschulen sind - doch ein ganz netter Prozentsatz ist.
Übrigens... Pisa-Sieger Finnland hat Gesamtschulen als normalen Teil seines Schulsystems
They'll look back, and they will ask "What were you thinking? Didn't you see the glaciers melting? Didn't you see the North Polar ice cap disappearing? Didn't you see the deserts growing?" ...mehr