Liebe Waldorfschüler,
heute mal was zum Schmunzeln, vor allem für die Raucher unter euch ...
Der Text ist aber auch ein Zeugnis dafür, wie Steiner/Anthroposophie "zeitgemäß" rüberkommt (gefällt euch das?!):
http://www.freie-hochschule-stuttgart.d ... ft2005.pdf Seite 41
Über das Rauchen - Versuch, ein Massenphänomen zu verstehen
Diplomarbeit von David Britsch
Aus diesen Betrachtungen ergibt sich, was es ist, was das Rauchen für viele moderne Menschen so attraktiv und faszinierend macht: Der Impuls, den der Mensch mit dem Beginn der Neuzeit als Aufgabe seiner Erdenverkörperung mitbringt, ist dem, was der Tabak vermitteln kann, so ähnlich, dass es in keiner Weise mehr verwunderlich erscheint, dass Nicotiana tabacum einen so beispiellosen Siegeszug über den ganzen Planeten angetreten hat. Geht es doch darum, eine denkbar intensive Verbindung mit dem Irdischen einzugehen und dann, aus dieser Verbindung heraus bzw. über sie, die Schranke zur geistigen Welt zu überschreiten oder sich der geistigen Welt mindestens wieder zu nähern. In diesem Impuls findet der moderne Mensch im Tabak einen Verbündeten, der zwar keineswegs unverzichtbar ist, aber den Menschen durchaus unterstützen kann in seinen einschlägigen Bemühungen, und der darüber hinaus in seiner eigenen Gestik als Pflanze eine frappierende Entsprechung zeigt. Dass Tabak und Nikotin den Menschen außerdem in keiner Weise daran hindern, die „Schlüsselqualifikation” des Zeitalters der Bewusstseinsseele auszubilden, nämlich das intellektuelle Denken, ja, dass sie die Entwicklung dieses Denkens eher unterstützen, bringt es mit sich, dass sehr viele Menschen sich intuitiv dem Rauchen zuwenden, auch wenn es dem Verstand noch so unvernünftig erscheint.