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Ich denke, dass es schon technisch gemeint ist...
Vor 30 Jahren (so als Beispiel) gab es in Österreich NUR öffentlich-rechtliche Fernsehsender (2 Programme), die nicht durchgehend sendeten. Es gab einen Nachrichtenblock von 30 Minuten gleichzeitig auf beiden Kanälen, von 19:30 bis 20:00, also hieß es da: entweder Nachrichten oder kein Fernsehen.
Das Verhältnis von Politik und Medien war anders: Printmedien waren viel wichtiger, weil es auch viele Familien gab, die gar keinen Fernseher hatten, die Bereitschaft sich im Radio längere Interviews mit Politikern anzuhören oder sich längere Artikel durchzulesen, war größer.
Heute heißt Information aus der Welt der Politik sehr oft eine 30 sec. Nachricht mit vielleicht noch einmal 1 bis 2minütigem Kommentar. Das heißt im Spannungsfeld zwischen Argument und "Sager" (= spannender, reißerischer, verblüffender, schockierender etc etc etc kurzer Ausspruch) hat sich die politische Äußerung sehr in Richtung Sager entwickelt.
Niemand hätte Kreisky (oder in Deutschland Brand oder Adenauer) einen Medienkanzler genannt, denn die Medien waren auf die Politiker angewiesen und nicht wie heute (wo die Politiker auf die Medien angewiesen sind).
In diese Richtung verstehe ich das Thema... lg Melishe
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